Chronologie

Übersicht nach Jahren: 2012, 2011, 2010, 2009, 2008, 2007, 2006, 2005, 2004, 2003, 2002, … 19981992.

Die Chronik hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wer weitere Informationen über noch nicht dokumentierte Vorfälle oder Ergänzungen zu solchen hat, bitte via E-Mail melden. Als Grundlage der vergangenen Jahre dient die Chronik der aufgelösten “Jugendantifa Wilmersdorf und Charlottenburg”, wir haben sie überarbeitet und falls nötig ergänzt.
[Stand: 16.02.2012]

2012

In der Nacht zum 14. Februar 2012 wurden im Ökumenischen Zentrum “Wilma 163″ in der Wilmersdorfer Str. 163, zwei Türschlösser zerstört. Sie wurden mit einer reizenden Flüssigkeit unbrauchbar gemacht. Ein Mitarbeiter stellte den Schaden gegen 9 Uhr morgens fest. Für den 14. Februar war eine Informationsveranstaltung zu “Rechtsextremismus in Deutschland” mit Prof. Dr. Hajo Funke angekündigt worden. (Sie fand in Folge der Beschädigungen unter Polizeischutz statt.) 38 von 40 Plakaten, die die Veranstaltung in der Nachbarschaft der Wilma 163 bewarben, waren in den Tagen zuvor abgerissen und zerstört worden. (Quelle: Wilma 163, Neues Deutschland v. 15.02.12)

Am 4. Februar 2012 machte die rassistische und populistische Partei Pro Deutschland einen Infostand auf dem Breitscheidplatz. Hieran angeschlossen war eine Kundgebung unter dem Motto “Raus aus dem Euro”. Anwesend waren unter anderem die Redner Manfred Rouhs, Lars Seidensticker (Pro Deutschland) und Reinhard Haese (Republikaner). Außerdem waren Mario Mallon und Günter Czichon von Pro Deutschland anwesend. Dies war auch fast die gesamte Versammlung. Sie begann um 11 Uhr.
(Quelle: Augenzeug_innen)

Am 3. Februar 2012 nutzte die neonazistische Gruppe Nationaler Widerstand (NW) Berlin den S-Bahnhof Zoologischer Garten für eine Aktion: Auf einer Wartebank auf dem Bahnsteig wurde eine menschengroße, mit weißem Overall bekleidete Stoffpuppe drappiert. Sie trug ein Schild mit der Aufschrift “Mit mir starb eine ganze Stadt”. Damit sollte auf die Verstorben der allierten Bombardierungen der Stadt Dresden im Februar 1945 angespielt werden. Dies nutzte NW Berlin zur Werbung für den Neonazi-Fackelmarsch in Dresden am 13. Februar 2012. Dazu verteilte NW Berlin Flugblätter, in denen geschichtsverdrehend von “angloamerikanischen Terrorbombern” die Rede war. Die Aktion wurde später in der S-Bahn wiederholt und war in mehreren U- und S-Bahn-Linien zu sehen. Sie stand im Zusammenhang mit einer bundesweiten Aktionswoche der Freien Kräfte im Vorfeld des 13. Februars. (Quelle: DNN Online, eigene Recherche)

Am 26. Januar 2012 zeigte ein 31 Jahre alter Mann mehrere Hitlergrüße und rief dazu “Sieg Heil”. Dies geschah morgens gegen halb eins auf dem U-Bahnhof Kurfürstendamm und der Joachimstaler Straße. Zuvor hatte er auf offener Straße randaliert. Er war bewaffnet mit einem griffbereiten Einhandmesser. Er wehrte sich gegen eine Festnahme durch die Polizei. (Quelle: Polizeipressemeldung #0303)

2011

Ein Obdachloser wurde am 13. Dezember gegen 19:30 Uhr am U-Bahnhof Richard-Wagner-Platz von vier bis sechs Unbekannten geschlagen und beraubt. Er erlitt Schürfwunden und Prellungen im Gesicht und blutete stark. Er wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. (Quelle: Polizeipressemeldung #4516)

Der S-Bahnhof Heidelberger Platz wurde mit Hakenkreuzen beschmiert. Augenzeug_innen entdeckten das am 2. Dezember. (Quelle: Augenzeug_innen)

Am 26. November fand die 19. Tagung des so genannten “Berliner Kolleg” im Logenhaus in der Emser Straße 12-13 statt. Hinter dem pseudowissenschaftlichen Kolleg des “Instituts für Staatspolitik” verbirgt sich eine Ideologie bildende Veranstaltungsreihe neurechter Akteur_innen, die seit dem Jahr 2000 stattfindet. Im Vorfeld waren als Redner Günter Bertram, Manfred Kleine-Hartlage, Erik Lehnert, Stefan Scheil und Karlheinz Weißmann (Leiter des IfS) angekündigt worden. (Quelle: Hinweis per Email)

Am Spätnachmittag des 24. November nutzte die rassistische und populistische Partei Die Freiheit Räume im Rathaus Charlottenburg für eine Veranstaltung. (Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am Morgen des 15. November fand ein Hausmeister rassistische Flugblätter in einer Garageneinfahrt der Bismarckstraße 108 (beim Café Keese). Daneben fand er ein Behältnis mit einer auslaufenden Flüssigkeit, das in einer Plastetüte aufbewahrt wurde. Außerdem lagen Brickets bei. Das DIN A4 große Flugblatt war mit rassistischen Parolen wie “Kanacken raus” bedruckt worden. Der Staatschutz hat Ermittlungen aufgenommen.
(Quellen: dapd, tsp, Polizeipressemeldung #4186)

Unbekannte haben am frühen Morgen des 30. Oktober einen Mann auf einem U-Bahnhof verprügelt. Der 24-Jährige, der über keinen festen Wohnsitz in Berlin verfügt, hatte sich gegen 5 Uhr 20 vor einem Blumenladen auf dem U-Bahnhof Kurfürstendamm zum Schlafen auf den Boden gelegt, als vier Männer ihn bepöbelten und schließlich auf den Obdachlosen einschlugen. Sie traten mehrfach gegen den Kopf des am Boden liegenden Mannes. Erst als ein 19-Jähriger die Unbekannten ermahnte aufzuhören und die Polizei über den Notruf alarmierte, ließen die Schläger von ihrem Opfer ab und flüchteten mit einer U-Bahn in Richtung Warschauer Straße. Der 24-Jährige wurde mit Prellungen und Schürfwunden am Kopf und Oberkörper zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
(Quelle: Pressemeldung der Polizei)

Die neonazistische Partei NPD hatte über den 3. Oktober hinaus 178 Wahlplakate mit ihren rechten Parolen in Charlottenburg-Wilmersdorf hängen lassen. Das Ordnungsamt entfernte die Plakate anschließend und erließ Bußgeldbescheide. (Quelle: tsp)

Am 21. September wurde beim Abhängen von Plakaten in der Bundesallee der Jusos mit der Aufschrift “Nazifrei und Spaß dabei” teils komplett entfernt worden oder stark beschädigt waren. Ein zerstörtes Plakat an der Bundesallee, Ecke Güntzelstraße war mit einem rassistischen Aufkleber der NPD (Impressum: Uwe Meenen, Adresse der NPD) versehen (Aufschrift: Guten Heimflug”). Auch Plakate anderer Parteien in der Bundesallee waren stark beschädigt worden. (Quelle: Augenzeug_innen, Fotos)

Am 11. September beteiligten sich ca. 40 Personen an einer Kundgebung der Partei “Pro Deutschland” auf dem Breitscheidplatz [Foto-Bericht]
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am Mittag des 10. Septembers wurden mehrere Neonazis dabei beobachtet, wie sie auf dem Hohenzollerndamm Plakate der neonazistischen NPD aufhängten.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 04. September wurden 2 Mitglieder der Jusos CW während des Aufhängens eines Anti-Nazi-Plakates in Wilmersdorf von einem Passanten mit zwei Schäferhunden angepöbelt, der sich über die ‘Diskriminierung von Nazis’ ereiferte und sich mit den Worten ‘Heil Hitler’ verabschiedete. Der Vorfall ereignete sich auf der östlichen Mittelinsel Berliner Straße/ Bundesallee.
(Quelle: Jusos Charlottenburg-Wilmersdorf)

Am 2. September stand auf der Sitzbank der Bushaltestelle des 249ers Richtung Roseneck am Brabanter Platz die Parolen “NPD jetzt”, “Islam Raus”, Kanacken Raus” und “Ausländer Raus” geschmiert. Der Brabanter Platz befindet sich eine Busstation vom Heidelber Platz entfernt, wo dieses Jahr schön mehrere Male ähnliche oder die gleichen Parolen geschmiert wurden. Auf Grund der Schrift und des benutzten Filzstiftes, ist davon aus zu gehen, dass es sich um den/die selbe UrheberIn handelt.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 2. September klebten mehrere NPD-Aufkleber im Umfeld von aufgehangenen NPD-Wahlplakaten in der Rudolstädter Straße zwischen Heidelberger Platz und Hohenzollerndamm. Vermutlich wurden sie dort verklebt, als Neonazis am 29. August in der Gegend Wahlplakate aufhängten.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 1. September um 20:15 wurde in den RBB-Studios in der Masurenallee 8 in der Sendung “Klipp&Klar” die Spitzenkandidaten kleinerer Parteien befragt. Unter den Spitzenkandidaten befanden sich auch Rene Stadtkewitz (Die Freiheit), Manfred Rouhs (Pro Deutschland) und Udo Voigt (NPD). Desweiteren waren die Neonazis Uwe Meenen (NPD Landesvorsitzender) , Klaus Beier (NPD Bundespressesprecher) und Jan Sturm (NPD Neukölln) im Studio anwesend. Im Umfeld des Studios hängte die NPD an diesem Tag Plakate auf und verklebte ca. 40 NPD-Aufkleber in der Masurenallee und am Theodor-Heuss-Platz.
(Quelle: RBB-Fernsehen, Bericht von Augenzeug_innen)

Am 1. September fuhr die Partei “Die Freiheit” mit 3 zu werbeflächen umfunktionierten roten Miettransportern der Firma “Lex” durch Charlottenburg.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 31. August klebten am Wittenberglplatz auf Plakaten der Partei “BIG”, die sich für die Interessen von MigrantInnen einsetzen will, 3 “Anti-Moscheebau”-Aufkleber der rechtspopulistischen Partei “Pro Deutschland”
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am Nachmittag des 29. August hängten 4 Neonazis, unterstützt durch einen weiteren Neonazi in einem silbergrauen VW-Transporter mit dem Kennzeichen B-TV-6523, welcher ihnen als Materiallager diente, NPD-Plakate in der Mecklenburgischen Straße und am Heidelberger Platz auf. Unter den Neonazis befand sich höchstwahrscheinlich Steve Henning (Ehemals FN-Mitte)
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 27. August beteiligten sich ca. 800 Personen, unter ihnen IslamistInnen, türkische Faschisten und antiimperische Linke an dem antisemitische Marsch zum “Al-Quds”-Tag. Die Teilnehmer zeigten eine Fahne der Terrororganisation Hizbollah und zeigten antisemitische Schilder. An Gegenprotesten beteiligten sich ca. 350 Menschen.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)
Pro Deutschland ist am 23. und 24. August tagsüber mit einem schwarzen Bus in der Reichsstraße und Plantanenallee gesichtet worden. (Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 4. August wurde ein Mann im U-Bahnhof Berliner Straße attackiert und dabei am Kopf verletzt. In einem Zug der Linie U9 war das 30-jährige spätere Opfer am Donnerstag mit zwei Männern im Alter von 38 und 26 Jahren in Streit geraten, wie die Polizei am Freitag mitteilte.
Als die Drei an der Station Berliner Straße ausstiegen, beleidigte der Ältere den 30-Jährigen fremdenfeindlich und drohte, dessen Nase zu brechen. Später schlug das Duo auf den Mann ein, der dabei ein Hämatom am Kopf erlitt.
Ein Fahrgast, der helfen wollte, wurde er ebenfalls Opfer von Schlägen, blieb aber unverletzt. Gegen die mutmaßlichen, zeitweise festgenommenen Schläger wird wegen Körperverletzung und Bedrohung ermittelt.
(Quelle: dapd/ Tagesspiegel vom 5. August)

In der Nacht vom 25. zum 26 Juli entdeckten Passant_innen auf den Sitzbänken der Bushaltestelle des 249ers Richtung Roseneck am Heidelberger Platz je zwei Mal die Schriftzüge “NPD jetzt” und “Islam raus”.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 12. Juli wurde auf ein Briefkasten in einem Hauseingang der Schillerstraße in Charlottenburg mit SS-Runen beschmiert. Auf dem Briefkasten klebte seit einiger Zeit ein Aufkleber, der das Einwerfen von Werbung rechten Parteien untersagte.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am Nachmittag des 05.Juli stand mit Edding “Haut den Linken auf die Fresse” und “Islam raus” auf die Sitzbänke der Bushaltestelle des 249ers Richtung Roseneck am Heidelberger Platz geschrieben, daneben wurden 2 Hakenkreuze geschmiert.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am Abend des 17. Juni kam es zu einem antisemitischen Übergriff auf einen Mann und eine Frau in Charlottenburg. Die beiden waren gegen 20 Uhr zu Fuß auf dem Gehweg der Tauentzienstraße unterwegs, als ihnen fünf Personen entgegenkamen und einer der Unbekannten die 37-jährige Frau beim Vorbeigehen am Arm berührte. Daraufhin sprach ihr 33-jähriger Begleiter den Mann an. Dieser reagierte aggressiv, spuckte der Frau ins Gesicht und beschimpfte beide mit antisemitischen Äußerungen. Das angegriffene Paar setzte fluchtartig seinen Weg fort. Einer der Unbekannten warf eine zum Teil gefüllte Plastikflasche in Richtung des Paares und traf den Hinterkopf des Mannes. Anschließend flüchtete das Quintett. Die Angegriffenen folgten der Gruppe und baten Passanten, die Polizei zu alarmieren. Kurz darauf verloren sie die Verfolgten aus den Augen. Eine ärztliche Behandlung wurde seitens des leicht verletzten Mannes abgelehnt.
Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt übernimmt die weiteren Ermittlungen
(Quelle: Pressemeldung der Polizei)

Am 17. Juni klebten an der Bushaltestelle des 249ers Richtung Roseneck am Heidelberger Platz mehrere neonazistische Aufkleber und auf die Sitzbänke wurden die Parolen “Antifa aufs Maul” und “Islam raus”, sowie der Parteiname “NPD” geschmiert.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 16. Juni stellt Pro Deutschland vor rund 20 parteieigenen Zuhörer_innen im Rathaus Charlottenburg ihr Wahlprogramm für die Abgeordnetenhauswahl im September vor. Die Polizei, die mit einem Großaufgebot da ist, behindert Gegendemonstrant_innen und Bezirksverordnete beim Betreten des Rathauses und droht mit Platzverweisen bei Verlassen des Kundgebungsortes.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 11. Juni gegen 12:30 veranstaltete die rechtspopulistische “Bürgerbewegung Pro Deutschland” einen Wahlkampfstand Berkaerstraße Ecke Breite Straße in
Schmargendorf
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

In der Nacht vom 10. zum 11. Juli wurden an der Bushaltestelle Sodener Straße im Umfeld des Rewe-Supermarkts Wiesbadener Straße Ecke Schlangenbader Straße eine vielzahl von NPD-Aufklebern verklebt.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am Abend des 05. Juni gegen 23.00 Uhr wird eine Frau, weil sie vermeintlich eine Antifaschistin ist, von zwei Neonazis in “Thor Steinar”-Kleidung im U-Bahnhof Adenauer Platz beleidigt und die Treppe runter gestoßen. Die Betroffene erleidet eine Rippenprellung und eine Gehirnerschütterung.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Ende Mai klebten am U- und S-Bahnhof Heidelberger Platz und am S-Bahnhof Hohenzollerndamm mehrere neonazistische Aufkleber der Internetseite “Neuordnung.org”, auf denen “Todesstrafe für Kinderschänder” gefordert wurde.
(Quelle Bericht von Augenzeug_innen)

Am Morgen des 25. Mai entdeckte ein Passant ein Hakenkreuz auf der Sitzbank der Bushaltestelle des 249ers Richtung Roseneck am Heidelberger Platz.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 21. Mai veranstaltete die rechte Partei “Die Freiheit” einen Wahlkampfstand am Theodor-Heuss-Platz.
(Quelle: Die Freiheit)

Am 30. April veranstaltete die rechte Partei “Die Freiheit” ihren ersten Wahlkampfstand zur Abgeordnetenhauswahl in Charlottenburg-Wilmersdorf in der Fußgängerzone Wilmersdorfer Straße.
(Quelle: Die Freiheit)

Wie die Berliner Polizei in einer Pressemitteilung am 24. April mitteilte, kam es am 23. April zu einem rassistischen Übergriff in der Berliner Straße in Wilmersdorf. Dabei wurde gegen 23:15 ein 33-jähriger Mann im Flur seines Wohnhauses von 2 Männern und 2 Frauen beleidigt und körperlich angegriffen. Der Betroffene blieb zum Glück unverletzt.
(Quelle: Berliner Polizei)

Zwischen dem 21 und 24. April wurden auf die Sitzbank der Bushaltestelle des 249ers Richtung Roseneck am Heidelberger Platz 4 neonazistische Aufkleber geklebt und die Parole “NPD jetzt” daneben geschmiert.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am Abend des 20. April wurden auf der Sitzbank der Bushaltestelle des 249ers Richtung Roseneck am Heidelberger Platz mehrere neonazistische Aufkleber geklebt.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 05. April klebte an der Bushaltestelle Forckenbeckstraße / Sportanlagen Richtung Zoologischer Garten ein Aufkleber der rechtspopulistischen Bürgerbewegung “Pro Deutschland”.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 29. März wurden 3 Hakenkreuze auf die Sitzbank der Bushaltestelle des 249ers Richtung Roseneck am Heidelberger Platz geschmiert.
Nachtrag: Als die Hakenkreuze durch linke Aufkleber überklebt wurden, wurden 2 neue Hakenkreuze mit grünem Edding auf die Sitzbank geschmiert.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 16. März klebte Zähringerstraße Ecke Württenbergische Straße ein “Anti-Moschebau”-Aufkleber von “Pro Deutschland”
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 15. März klebten in der Eisenzahnstraße ein Aufkleber “Meines Volkes Not ist meine Not” der Internetseite “freies-Netz.com” und an einer BSR-Tonne Ravensberger- Ecke Brandenburgische Straße klebten 2 Aufkleber mit der Aufschrift “Kein Fußbreit den Antideutschen”, sowie jemals einmal “Meines Volkes Not ist meine Not” und “sind sie zu stark bist du zu schwach” (Zeigt die Festnahme eines Neonazis/Hooligans) Auf einem benachbarten Fahrkartenautomaten klebten noch jeweils ein “Kein Fußbreit den Antideutschen”- und “sind sie zu stark bist du zu schwach”-Aufkleber.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 6. März wurden am Heidelberger Platz 4 Hakenkreuze auf die Sitzbank der Bushaltestelle des 294ers Richtung Roseneck geschmiert. Es wurde Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei erstattet.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 2. März veranstaltete die Bezirksgruppe der „Freiheit“ an einem unbekannten Ort im Bezirk ihr fünftes Mitgliedertreffen.
(Quelle: Die Freiheit)

Anfang März wurden in den Fahrstuhl am S-Bahnhof Heidelberger Platz 2 neonazistische Aufkleber der NPD und der JN verklebt.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 26. Februar gründete sich in Charlottenburg-Wilmersdorf ein Kreisverband der rechtspopulistischen Partei „Pro Deutschland“.
(Quelle: Pro Berlin)

In der Brandenburgischen Straße, über den Adenauerplatz bis zur Lewishamstraße wurden zwischen dem Nachmittag des 23. Februars und dem frühen Morgen des 24. Februars 5 “Fremdarbeiter Invasion Stoppen”-Aufkleber verklebt.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 16. Februar veranstaltete die Bezirksgruppe der „Freiheit“ ein Mitgliedertreffen an einem unbekanntem Ort im Bezirk.
(Quelle: Die Freiheit)

Am 16. Februar klebten Berliner Straße Ecke Prinzregentenstraße 2 selbstgemachte Plakate bezüglich des „Trauermarschs“ in Dresden.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Mitte Februar wurden in mehrere Wellen mehr als 40 neonazistische Plakate und 50 Aufkleber der NPD und des neonazistischen Trauermarschs in Dresden verklebt. Diese befanden sich unter anderem in der: Konstanzer Straße zwischen Wittelsbacher Straße und Duisburger Straße, in der Westfälischen Straße zwischen Joachim-Friedrich-Straße und dem Kurfürstendamm, in der Heilbronner Straße zwischen Georg-Wilhelm-Straße und Damaschkestraße und in der Damaschkestraße bis zum Kurfürstendamm. Außerdem klebten noch welche am Lehniner Platz und in der Trautenaustraße Ecke Nassauische Straße.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 13. Februar klebten NPD-Aufkleber am U-Bahnhof Fehrbelliner Platz.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 12. Februar klebten NPD-Aufkleber am U-Bahnhof Spichernstraße.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Die rechte Partei „Pro Berlin“ verteilte am 11. Februar in Charlottenburg-Wilmersdorf Postkarten in Briefkästen, die sich gegen den EU-Beitritt der Türkei richteten. Betroffen waren u.a. Anwohner_innen der Landhausstraße.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 7. Februar schloss der von Murat Cakirtekin betriebene „Erik & Sons“-Shop „Viking Brands“ im Europa-Center.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 3.Februar veranstaltete “Die Freiheit” ihren Landesparteitag im “Berliner Logenhaus”” in der Emser Straße.
(Quelle: Die Freiheit, Anonymer Hinweis)

Am 2. Februar veranstelte die Bezirksgruppe der „Freiheit“ ein Mitgliedertreffen an einem unbekanntem Ort im Bezirk.
(Quelle: Die Freiheit)

Anfang Februar wurden auf einem Altkleider-Container in der Knesebeckstrasse zweimal groß der Schriftzug “Islam stoppen” geschmiert.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am Nachmittag des 22. Januars wurden an der Bushaltestelle des 249ers Richtung Roseneck am Heidelberger Platz auf Antifa-Aufkleber, die die einen Tag zuvor dort geschriebenen neonazistischen Parolen überdeckten, 2 Hakenkreuze gemalt und es wurde erneut „Islam raus“ geschmiert.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

In der Nacht vom 21. Januar. zum 22. Januar wurden an der Bushaltestelle des 249ers Richtung Roseneck am Heidelberger Platz 4 neonazistische Aufkleber verklebt und die Schriftzüge “Kanacken raus” und “Islam raus” geschmiert.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_inenn)

Am 19. Januar veranstaltete die von Eiko Behrens geleitete Bezirksgruppe der Partei “Die Freiheit” ein Treffen im Ratskeller Schmargendorf.
(Quelle: Die Freiheit)

Zwischen dem 10.-13. Januar wurden am Adenauer Platz insgesamt 10 neonazistische Aufkleber verkelebt
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

In der Nacht zum 8. Januar wurde ein Brandanschlag auf die Moschee in der Brienner Straße verübt. Am Tatort hatten die Unbekannten eine Nachricht hinterlassen. Seit November 2010 ist dies nun schon der sechste Brandanschlag auf islamische Einrichtungen und Gotteshäuser in Berlin.
(Quelle: Pressemittelung der Polizei)

Am 07. Januar veranstaltete die rechte Partei “die Freiheit” einen Mitglieder- und Interessiertentreffen im Restaurant “Meineke X” in der Meineke Straße. Als Ziel wird der Aufbau einer Bezirksgruppe Charlottenburg-Wilmersdorf genannt.
(Quelle: Anonymer Hinweis)

Anfang Januar klebten am S-Bhf Jungfernheide mehrere neonazistische Aufkleber, auf denen “Freiheit für die Moderatoren” des „European Brotherhood Radio“, einem neonazistischn Internetradio-Senders, gefordert wird. Der Radiosender wurde als kriminelle Vereinigung verboten und die Betreiber_innen angeklagt.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

2010

2010 Am 11. Dezember eröffnet der Shop unter dem Namen „Viking Brands“ erneut und verkauft seit dem „Erik and Sons“.
(Quelle: jawuc)

Am 7. Dezember muss der „Thor Steinar“-Shop „Nordic Brands“ aufgrund einer einstweiligen Verfügung wieder schließen.
(Quelle: jawuc)

Am 6. Dezember veranstaltete Jürgen Elsässer unter Duldung des LKAs eine Veranstaltung im Ratskeller Schmargendorf. Auf dem Podium sitzen unter anderem Dieter Stein von der „Jungen Freiheit“ und die neonazistische Rapperin „Dee Ex“. Unter den 120 Gästen befanden sich auch mehrere Neonazis.
(Quelle: jawuc, Berlin Rechtsaußen)

Am 1.Dezember eröffnet im Europa Center ein Shop mit dem Namen „Nordic Brands“, der die Bekleidung der Nazimarke „Thor Steinar“ verkauft. Der Shop wird von Murat Cakirtekin und der „Tempotrend GmbH“ betrieben. Die Familie betriebt außerdem ein Sporbekleidungsgeschäft mit den Namen „Shooters“ in Neukölln.
(Quelle: jawuc, div. Presseberichte)

Am 29.November veranstaltet die antisemitische Partei BüSo einen Wahlkampfstand am Wittenbergplatz. Die 4 BetreuerInnen und ihre typischen Schilder, bleiben jedoch weitestgehend unbeachtet.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 30.Oktober gegen 21:00 zeigte ein 30-jähriger Mann vor der Synagoge in der Joachimstaler Straße den „Hitlergruß“ und wird daraufhin festgenommen.
(Quelle Pressemeldung der Polizei)

Anfang Oktober klebten 3 Pro-Sarrazin-Aufkleber der rechten Internetseite „Sezession.de“ in der Pfalzburger Straße. Außerdem klebten mindestens 8 Aufkleber der NPD und des Freien Netzes in der Goethe Straße zwischen Wilmersdorfer Straße und Krumme Straße.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 3.Oktober fand eine Kundgebung der rechten Partei „Pro Deutschland zum Thema „Solidarität mit Sarrazin“ statt. Unter den 40 TeilnehmerInnen befanden sich Manfred Rouhs (Pro D), Lars Seidensticker (Pro D), der Schauspieler Ernst Horbol, Reinhard Haese (Republikaner), Hans-Ulrich Pieper (Veranstalter der „Dienstagsgespräche“) und Uwe Meenen (NPD).
(Quelle: jawuc)

Während des Fußballspiels zwischen Tennis Borussia Berlin und 1. FC Union Berlin II am 10. September im Momsenstadion kam zu antisemitischen, sexistischen und homophoben Sprechchören seitens der Unioner Fans. Im Anschluss kam es zu einem organisierten Übergriff auf Fans von Tennis Borussia.
(Quelle: AKA Berlin)

Am frühen Abend des 08.September führten 2 Mitglieder der antisemitischen Partei „Büso“ einen Infostand am S-Bhf. Halensee durch.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 04.September kam es während des Al Quds-Marsches wiederholt zu antisemitischen Äußerungen seitens der TeilnehmerInnen. Ebenso kam es zu Übergriffen auf GegendemonstrantInnen.
(Quelle: jawuc)

Anfang August klebte gegenüber des Bezirksamts Charlottenburg ein Aufkleber des NW-Berlin.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 27. Juli klebten am Briefkasten am und im S-Bhf Heidelberger Platz insgesamt 6 „Freiheit statt BRD“-Aufkleber.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Mitte Juli klebten auf der Leibnitzstraße zwischen Niebuhrstraße und Kurfürstendamm insgesamt ca. 6 neonazistische Aufkleber.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Juli 2010 referierten im Zuge des von Hans-Ulrich Pieper organisierten „Historischen Gesprächskreis“ Prof. Wilhelm Brauneder (Wien) und Dr. Walter Post (München) zum Thema „Was wollten die Nationalsozialisten wirklich? – Vom Anschluß Österreichs bis zur neuen Europapolitik des Dritten Reiches“
(Quelle: Berlin Rechtsaußen)

Am 29. Juni klebten rund um die Comenius Grundschule, d.h. in der Gieselerstraße, Wegenerstraße und Sigmaringerstraße insgesamt ca. 15 neonazistische Aufkleber zum 1.Mai, sowie von der NPD und freien Kräften.Die Aufkleber wurden vermutlich schon 1-2 Monate zuvor geklebt.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 23. Juni gegen 22:35 Uhr zeigte ein Mann im Deutschlandtrikot in der Uhlandstraße (Ecke Berliner Straße) nach dem Sieg der deutschen Fußballmannschaft gegen Ghana eine Minute lang den Hitlergruß. Mind. 10 umherstehende PassantInnen griffen nicht ein. Als er von Passant_innen aufgefordert wurde, den Gruß zu unterlassen, wurden diese als „linkes Pack“ beschimpft.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen, gnurpsnewoel.blogsport.de)

Am Morgen des 23. Juni klebten am Heidelberger Platz und im dort befindlichen S-Bhf. mindestens 5 neonazistische Aufkleber zur Fußball WM.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 11. Juni gegen 22 Uhr äußert sich ein 18 Jähriger vor einer Synagoge in der Jochimstaler Straße volksverhetzend, worauf er von anwesenden Polizisten lediglich einen Platzverweis ausgesprochen bekommt.
(Quelle: Pressemeldung der Polizei)

Anfang Juni klebten 2 neonazistische Aufkleber für den „Tag der deutschen Jugend“ Pommersche Straße Ecke Bayerischer Straße
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 02. Juni klebte ein NPD-Aufkleber an einem Stromkasten in der Ahronallee in Neu-Westend
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Ende Mai wurde in einer Straßenunterführung in der Lewishamstraße nahe dem Adenauer Platz ein Hakenkreuz auf eine Wand gemalt.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am frühen Morgen des 17.Mai klebten 2 Aufkleber der NPD an einem Briefkasten am Heidelberger Platz. Außerdem wurde 2 Tage später ein NPD-Aufkleber im dortigen Fahrstuhl zum S-Bhf. entdeckt.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am Vormittag des 15. Mai nahmen ca. 50 Neonazis an einer nicht vorher beworbenen Kundgebung am S-Halensee gegen die Verhaftung des Neonazis Michael Hecke aus Frankfurt Order nach dem Aufmarsch am 1.Mai teil. Hecke hat während des Aufmarschs einen Zivilpolizisten geschlagen haben.
(Quelle: jawuc, Recherchegruppe Frankfurt Oder)

Am 13. Mai machte gegen 2:30 Nachts ein 31-jähriger Mann in einem Bus der Linie M46 am Tauentzien den Hitlergruß und rief „Sieg Heil“ und „Heil Hitler“.
(Quelle: Pressemeldung der Polizei)

Am 1.Mai nahmen ca. 300 Neonazis an einem unangemeldeten Aufmarsch auf dem Kurfürstendamm teil und 286 von ihnen, darunter fast die gesamte Berliner Neonaziszene wurden festgenommen. Unter ihnen waren mehrere Vertreter der Berliner NPD, unter anderem Jörg Hähnel, Matthias Wichmann, Sebastian Thom, Andrew Stelter und Michaela Zanker. Anwesend waren ebenso Anhänger der verbotenen Kameradschaft “Frontbann 24″ (Gesine Hennrich, Uwe Dreisch, Ronny Schrader und Marco Oemus), Vertreter von Brandenburger NPD-Gruppen (Michael Thalheim und Mike Turau aus Königs Wusterhausen sowie Manuela Kokott aus dem Landkreis Oder-Spree), die Berliner Neonazis Patrick Weiss, Mirko Tambach, Erik Wagner und Dennis Kittler sowie Angehörige der “Freien Nationalisten Mitte”. Auch Neonazis aus Turin (Italien) und Spanien waren unter den festgenommenen.
(Quelle: jawuc, Rechercheauswertung zum 1. Mai)

Am 21.April klebten 3 Aufkleber der NPD auf einer Bushaltestelle am S-Bhf. Hohenzollern Damm, sowie 2 Westfälische Str. Ecke Johann- Sigismund-Staße, 1 NPD Aufkleber klebte Westfälische Str. Ecke Joachim-Friedrich Straße. Eisenzahnstr. Ecke Westfälische Str. klebte ein weiterer NPD-Aufkleber auf der Bushaltestelle des N10ers und an der Bushaltestelle Cunostraße des 115ers ebenfalls einer.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 20.April klebten 40 neonazistische Aufkleber am Lehniner Platz, in der Nestorstraße zwischen Ku‘damm und Damaschke Str. und in der Damaschke Str. Es handelte sich um Werbeaufkleber der NPD und Aufkleber zum 1.Mai und 8.Mai.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 19. April klebten ca. 80 neonazistische Aufkleber zwischen U-Bhf. Konstanzer Str. und Duisburger Str, sowie am Fehrbelliner Platz. Die verklebten Aufkleber waren 1.Mai-Aufkleber,“Gegen imperialistische Kriegstreiberei“-Aufkleber und revisionistische Aufkleber zum 8.Mai. Außerdem wurden mindestens 2, vermutlich 3 neonazistische Transparente auf Autobahnbrücken in Charlottenburg aufgehangen. Eins mit der Aufschrift „1.Mai seit ’33 arbeitsfrei“ hing über der A100 auf dem Wangenheimsteg (nahe Halensee) und das andere mit der Aufschrift „Nationaler Sozialismus“ am S-Bhf Messe Nord. Auf einem dritten Transparent, bei dem der Ort nicht genau bestimmt werden kann, stand „1Mai-Berlin wehrt sich“. Zu der Aktion bekannten sich die „Freien Nationalisten Berlin Mitte“ per E-Mail bei der Jugendantifa Wilmersdorf-Charlottenburg. (Quelle: Bericht von Augenzeug_innen, jawuc)

Am 16.April klebten 4 neonazistische Aufkleber zum 1.Mai am S-Bhf. Halensee.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am Abend des 15.April klebten am Roseneck und auf dem dortigen Teil des Hohenzollerndamms mehrere neonazistische Aufkleber. Auch in der Berkaer Straße Ecke Sulzaerstraße klebte ein neonazistischer Aufkleber. („Scheiß Deutsche? – Wehrt euch!“)
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 05.April klebten ca. 30 „multikuliti? nein danke!“-Aufkleber in der Wilmersdorfer Straße Ecke Behaimstraße.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 03. April klebten in der Wittelsbacher Straße zwischen Konstanzer Straße und Bayerischer Straße mindestens 6 neonazistische Aufkleber (u.a. „BRD=Volkstod“). Außerdem wurden dort linke Aufkleber entfernt.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Anfang April wurden im U-Bhf. Sophie Charlotte Platz, an der selben Stelle, an der schon im Januar eine Parole geschmiert wurde, die Worte „linkes chaoten pack“ an eine Wand der Unterführung geschrieben.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am Morgen des 27. März verteilten ca. 20 Neonazis aus dem Umfeld der Freien Kräfte Berlin am Zoologischen Garten Flugblätter für ihren Aufmarsch am 1.Mai, verklebten ca. 40 Aufkleber und malten mit Kreide neonazistische Schriftzüge. Die verklebten Aufkleber befanden sich in der Hardenbergstr., in der Fasanenstr und auf der Kantstr, sowie im Umfeld des Bhf. Zoo. Wohl die selben Neonazis verklebten zwischen U-Bhf. Konstanzer Straße und Düsseldorfer Str., sowie zwischen Sächsischer Str. und Brandenburgischer Str. insgesamt ca. 200 Aufkleber. Während rund um den Zoo nur 1.Mai-Aufkleber klebten, waren bei den 200 verklebten Aufklebern auch „boykott american way of life“– , „Nationale Sozialisten Deutschland“– und „Todesstrafe für Kinderschänder“-Aufkleber dabei.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 26. März verletzte ein Gruppe unbekannt gebliebener Männer zwei Frauen und einen Mann auf dem Bahnhof Güntzelstraße in Wilmersdorf. Die beiden 23-jährigen Frauen und der 25-jährige Mann wurden gegen 23 Uhr 30 zunächst im Wagenabteil von einem unbekannt gebliebenen Mann antisemitisch beleidigt und bedrängt. Im Verlauf der Auseinandersetzung bedrängten weitere Männer das Trio. Als die Drei im Bahnhof Güntzelstraße den Zug verließen, wurde der Mann von der Personengruppe mit einer Flasche auf den Kopf geschlagen und wiederholt rassistisch beleidigt. Die beiden Frauen erhielten Schläge gegen Kopf und Schienbeine. Anschließend flüchteten die Angreifer unerkannt. Die Verletzten begaben sich selbst in ärztliche Behandlung.
(Quelle: Pressemeldung der Polizei)

Vermutlich in der Nacht vom 22. März auf den 23. März wurden rechte Aufkleber verklebt. In der Pommerschen Straße klebten 5 „Tag der deutschen Zukunft“ -Aufkleber und rund um den U- Bhf. bzw. im U-Bhf. Konstanzer Straße weitere 10 Aufkleber, die den Naziaufmarsch am 1.Mai in Berlin bewerben.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 14. März wurde der Verkäufer einer Obdachlosenzeitung, der im Gesicht eine Davidsternähnliche Tätowierung hat, auf dem Kurfürstendamm in Charlottenburg antisemitisch beleidigt, geschlagen und ausgeraubt.
(Quelle: Pressemeldung der Polizei)

Mitte März klebten in der Konstanzer Str und in den Seitenstraßen zwischen U-Konstanzer Straße und Düsseldorfer Straße insgesamt 6 Aufkleber, die den Naziaufmarsch am 1.Mai in Berlin bewerben.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 25.Februar klebte am Heidelberger Platz auf einem Wartehäuschen der BVG ein Aufkleber mit der Aufschrift „Antifa, Halt’s Maul“ der Band „Hungrige Wölfe“.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 22.Februar verteilte die rechtspopulistische „Bürgerbewegung Pax Europa“ auf dem Breitscheidplatz Flugblätter, auf denen die NS-Diktatur mit dem Islam verglich und beides gleichsetzte wurde.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

In der Nacht vom 08.Februar zum 09.Februar wurden „Widerstand.info“-Aufkleber am U-Güntzelstraße geklebt.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 03.Februar klebten Aufkleber der NPD am Mierendorfplatz.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Mitte Januar klebten „Widerstand.info“ und „Gedenkmarsch.de“-Aufkleber am U-Bahnhof Berliner Straße und U-Bahnhof Güntzelstraße.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Anfang Januar wurden im U-Bhf Sophie Charlotte Platz die Worte „keine linken chaoten“ an eine Wand der Unterführung geschrieben.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

2009

Am 3.12.2009 wurde um 7:20 morgens ein Mann am U-Bahnhof Mierendorfplatz dabei beobachtet, wie er mehrmals „Sieg Heil“ rief und sich lautstark antisemitisch äußerte.
(Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Der von Hans-Ulrich Pieper organisierte Historische Gesprächskreis wird Ende November durch eine Buchvorstellung von Ernst Nolte eröffnet. Der Gesprächskreis trifft sich im Restaurant „Piano Piano“ am Roseneck.
(Quelle: Anonymer Hinweis)

Am 25.11.2009 beleidigte ein Mann eine Besuchergruppe vor dem jüdischen Mahnmal am Bahnhof Grunewald in Wilmersdorf. Der 61-jährige zeigte gegen 15 Uhr 30 den gerade vom Ort abfahrenden Besuchern den so genannten „Hitlergruß“ und rief rechtsradikale Parolen. (Quelle: Polizeibericht)

Am 14.11.2009 nahmen Polizeibeamte in Charlottenburg einen alkoholisierten 21-Jährigen in Gewahrsam, nachdem er sich in der Joachimsthaler Straße vor zwei Wachpolizisten gestellt, den rechten Arm zum “Hitlergruß” gehoben und antisemitische Äußerungen gerufen hatte. Der 21-Jährige blieb nach durchgeführter Blutentnahme zum Ausnüchtern im Polizeigewahrsam. (Quelle: Polizeibericht)

Am 2.11.2009 waren Polizisten in ein Einkaufszentrum in der Budapester Straße gerufen worden. Dort trafen sie auf einen 24 Jahren alten Mann, der sich über den Sicherheitsdienst des Hauses beschwerte. Er hatte gemeinsam mit seinem 26-jährigen Begleiter dort Alkohol getrunken und war von den Mitarbeitern des Hauses verwiesen worden. Als er der Aufforderung nicht folgte, wollten ihn die Männer am Arm nach draußen führen. Das missfiel dem Rummelsburger. Er schrie auch nach einer Rechtsbelehrung durch die Polizisten umher und flüchtete nach einem „Heil Hiltler“-Ruf mit seinem Bekannten. Bei dem 24-Jährigen, der wiederholt die festnehmenden Beamten beleidigte und erheblichen Widerstand leistete, wurde außerdem ein Handy gefunden und beschlagnahmt, dessen Display ein Hakenkreuz zeigte. (Quelle: Polizeibericht)

Am 3.10.2009 fand eine Kundgebung der rechts-konservativen Bürgerbewegung „Pax Europa“ zusammen mit dem rechten Nachrichten-Blog „Pi-News“ auf dem Breitscheidplatz statt. Auch eine Gruppe (unbekannter) Neonazis war anwesend. Zu Zwischenfällen kam es nicht. (Quelle: Indymedia) Bei einem von Hans-Ulrich Pieper organisierten Dienstagsgespräch am01.10.2009 im Ratskeller des Rathauses Schmargendorf tritt „Junge Freiheit“– Autor Iwan Denes als Redner auf und referiert zum Thema „Naher Osten – Brandherd ohne Ende“. Laut Blick nach Rechts waren 15 Zuhörer anwesend. (Quelle: Blick nach Rechts)

Am 26.09.2009 klebten am U-Konstanzerstraße auf einem Wahlplakat der Partei „Die Linke“ mehrere NPD-Aufkleber. (Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 12.09.2009 fand in der Wilmersdorfer Straße zwischen 13:00 und 14:30 ein Wahl-Kampfstand der rechten Partei „die Republikaner“ statt. 4 Republikaner waren anwesend. Zu Protesten kam es nicht. ( Quelle: http://de.indymedia.org/2009/09/260895.shtml)

Am 11.09.2009 waren in der Fußgängerzone Wilmersdorfer Straße mehre mit Kreide großflächig auf den Boden gemalte Schriftzüge, die den Terroranschlag am 11.09.01 als einen von den USA selbstgemachten Terroranschlag umdeuteten. Außerdem tauchte unter den Schriftzügen die Web-Adresse „Infokrieg.tv“ auf. Der Inhalt der Seite sind strukturell bzw. offen antisemitische oder faschismusrelativierende Verschwörungstheorien. (Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

„Nachdem sie in der Nacht (09.09.2009) Lokalgäste belästigt und den „Deutschen Gruß“ gezeigt hatte, nahmen Beamte des Polizeiabschnitts 26 eine Frau in Charlottenburg fest. Die 38-Jährige störte kurz vor 1 Uhr andere Besucher der Gaststätte am Savignyplatz. Hierbei erhob sie den rechten gestreckten Arm und äußerte „Heil Hitler“. (Quelle: Polizeibericht)

Am 1.09.2009 fand eine Podiumsdiskussion zwischen Thomas Falk (DVU) und Udo Voigt (NPD) im Zuge der von Hans-Ulrich Pieper organisierten „Dienstagsgespräche“ im Ratskeller Schmargendorf statt. Rund 80 Menschen besuchten die Veranstaltung und die Kameradschaft „Frontbann 24″ sorgte für den „Schutz“ der Veranstaltung. Zu Zwischenfällen kam es laut Presseinformationen nicht. (Quelle: NPD-Blog)

Mitte August, vermutlich vor dem 17.08.2009 wurden in der Konstanzer Straße, in der Zähringer Straße, in der Bayerischen Straße, in der Brandenburgischen Straße und in der Duisburger Straße rund 30 „Rudolf Heß“-Gedenkaufkleber der Berliner NPD verklebt. (Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 21.07.2009 klebten in der Konstanzer Straße zwischen U-Bahnhof und Wittelsbacher Straße, sowie in der Seitenstraße Wittelsbacher Straße bis zur Bayerischen Straße und am Emser Platz rund 20 Aufkleber der NPD („Hier für Deutschland“ und „Inländer freundlich“) , welche vermutlich in der Nacht zuvor geklebt worden waren. (Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Anfang Juli wurden Hakenkreuz-Schmierereien auf einem BVG-Fahrkartenautomat im U-Bahnhof Wilmersdorfer Straße entdeckt. Außerdem waren auf einer Bank, gegenüber des Eingangs zum S-Bahnhof Charlottenburg, Hakenkreuze gemalt. (Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Ende Juni klebten in der Zähringer Straße Ecke Konstanzer Straße 4 Aufkleber „Todesstrafe für Kinderschänder“ sowie ein Aufkleber der NPD. Des weiteren klebten rechte Aufkleber zwischen den beiden Ausgängen des U-Bahnhofs Konstanzer Straße in der Brandenburgischen Straße und in der Zähringer Straße zwischen Konstanzer Straße und Brandenburgischen Straße und in der Wittelsbacher Straße zwischen Brandenburgischer Straße und Konstanzer Straße. (Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Vor der Europawahl am 07.07.2009 hingen in Kantstraße rund ein halbes Dutzend Wahlplakate der rechten Partei “Deutsche Volksunion” (DVU).

Mitte Mai klebten 5 Aufkleber der NPD am Kaiserdamm Ecke Soorstraße. (Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am Walter-Benjamin Platz klebten am 14.05.2009 3 Naziaufkleber, welche vermutliche die Nacht zuvor geklebt worden waren. Einer viel besonders auf, da es sich um einen ca. Din A4 großen Aufkleber der NPD handelte. (Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 6.05.2009 klebten rund 120-150 Aufkleber des NW-Berlin („8.Mai – wir feiern nicht“) und der NPD (diverses),welche scheinbar in der Nacht davor geklebt wurden, in der Konstanzer Straße zwischen Olivaer Platz und U Bhf.- Konstanzer Straße, sowie in den Seitenstraßen, d.h. in der Düsseldorfer Straße, in der Zähringer Straße und der Wittelsbacher Straße jeweils bis zur Brandenburgischen Straße auf der einen und in der Württembergischen Straße auf der anderen Seite, sowie jeweils noch in der Brandenburgischen Straße und der Württembergischen Straße zwischen den Querstraßen Düsseldorfer Straße und Wittelsbacher Straße. Außerdem waren noch 2 Antifa-Plakate mit jeweils einem Din A4 großen Blatt überklebt. Auf dem einen wurde auf „den alliierten Bombenholocaust in Dresden“ hingewiesen, auf dem anderen wurde eine „nationalsozialistische Revolution“ gefordert. (Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 18.04.2009 klebten rund 75-100 Aufkleber der NPD (Berlin), der „Autonome Nationalisten Jerichower Land“, der JN-Bayern und der „Anti-Antifa Nürnberg“ in der Leibnitzstraße zwischen Kantstraße und Sybelstraße, in der Niebuhrstraße bis zur Ecke Niebuhr/Wielandstraße, in der Konstanzer Straße zwischen Düsseldofer Straße und Wittelsbacher Straße und in der Zähringer Straße bis zur Württembergischen Straße. Desweiteren klebten noch am Meyerinkplatz Aufkleber der NPD. Vermutlich wurden diese am Abend zuvor verklebt. (Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 10.04.2009 klebten rund 30 Aufkleber der NPD und des „Nationalen Widerstandes Berlin Brandenburg“, sowie des Internet-Versandes „Resistore “ in der Konstanzer Straße zwischen Zähringer Straße und Wittelsbacher Straße, welche vermutlich in der Nacht davor verklebt worden waren. (Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 05.04.2009 werden ein 42-jähriger Mann und sein 38-jähriger Freund gegen 12 Uhr in einem Schnellrestaurant in der Kantstraße von fünf jungen Männern homophob beleidigt. Sie werden geschlagen und getreten und erleiden Verletzungen. Die Täter entkommen unerkannt. (Quelle: Polizeibericht)

Anfang April klebten rund 10 Aufkleber NPD in der Johann-Sigismund-Straße zwischen der Westfälischen Straße und dem Kurfürstendamm. (Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 19.03.2009 wird eine Frau zwischen 17 und 18 Uhr in der U-Bahnlinie 7 zwischen den Bahnhöfen Siemensdamm und Eisenacher Straße von einem Mann rassistisch beleidigt. Als der Mann versucht, die 54-Jährige zu schlagen, kommt ihr ein anderer Fahrgast zur Hilfe, in dem er sich zwischen die Beiden setzt. Die Frau verlässt am nächsten Bahnhof die U-Bahn und setzt ihre Fahrt später fort. (Quelle: Polizeibericht)

Anfang März klebten in der Wundtstraße Ecke Knobelsdorffstraße bis zum „Kreisverkehr“und in der Schlossstraße 40 Aufkleber der NPD und „widerstand.info“. (Quelle: Bericht von Augenzeug_innen)

Am 04.02.2009 wird ein dunkelhäutiger Mann angolanischer Herkunft von zwei Männern im Alter von 22 und 43 Jahren am Bahnhof Zoo rassistisch beleidigt, angegriffen und geschlagen. Die Bundespolizei nahm die beiden Männer fest. (Quelle: ReachOut)

Am 11.01.2009 wurde im Anschluss an eine Kundgebung anlässlich des Gaza-Krieges ein 24-jähriger Student, der mit anderen Demonstrant/innen gegen die Angriffe der Hamas protestiert hatte, von jungen Männern beleidigt und bedroht. Nach Angaben des Geschädigten trugen die Angreifer Hamas-Tücher und versuchten ihm am Zoo die israelische Flagge zu entreißen und schubsten und bedrängten ihn. Die 15 bis 20 Angreifer seien dann mit in die U-Bahn gestiegen, hätten antisemitische Parolen gebrüllt und ihn gefragt, ob er „noch ein letztes Mal telefonieren“ wolle. Ein älteres Ehepaar habe ihn dann vor den Angreifern abgeschirmt, so dass er die Polizei anrufen konnte. Die versprach, in Steglitz an der U-Bahn zu sein. Als die Angreifer das mitbekamen, verließen sie an der Berliner Straße die Bahn, nicht ohne ihrem Opfer noch einen Faustschlag ins Gesicht zu versetzen. Die Eheleute fuhren mit nach Steglitz, um als Zeugen auszusagen, aber am Zug war keine Polizei. Als der Student den Vorfall später anzeigte, hieß es, die Polizisten hätten am Ausgang auf ihn gewartet. Der Staatsschutz ermittelt. (Quelle: Amira)

Am 11.01.2009 haben bei einem Fußball-Hallenturnier der Berliner Regional- und Oberliga sollen Anhänger des 1. FC Union Berlin wiederholt antisemitische, rassistische und schwulenfeindliche Gesänge und Parolen angestimmt haben. Ziel der verbalen Attacken sei der Fanblock von Tennis Borussia Berlin (TeBe) gewesen, sagte Kevin Kühnert von der TeBe-Fanabteilung am Dienstag. Tennis Borussia, 1902 in Charlottenburg gegründet, gilt als Verein mit jüdischen Wurzeln. Nach Angaben von Kühnert haben die Vertreter des Berliner Fußball-Verbandes und die anwesenden Sicherheitskräfte selbst nach Aufforderungen von Vereinsvertretern anderer Mannschaften auf die Entgleisung der Union-Fans nicht reagiert. Dazu hätten Gesänge wie “Alle Juden sind Schweine” und “Asylanten” gehört. Nach Erkenntnissen der Berliner Polizei hat es jedoch keine antisemitischen Zuschauerrufe gegeben. (Quelle: Amira)

2008

Bei einem von Hans-Ulrich Pieper organisierten Dienstagsgespräch am12.11.2008 im Ratskeller des Rathauses Schmargendorf tritt der ehemaligen Bundesverteidigungsminister Hans Apel als Redner auf und referiert zum Thema „Steckt unser politisches System in der Krise – Gibt es Alternativen?“.
(Quelle: jawuc)

In der Nacht des 02.11.2008 wird gegen 00:45 ein 36-jähriger Rabbiner, der mit acht Rabbinerschülern in einem Kleinbus unterwegs ist, von einem mit zwei Personen besetzten Mercedes ausgebremst und durch Rückwärtsfahren genötigt. Die beiden Männer rufen antisemitische Beleidigungen aus dem Fahrzeug und werfen einen brennenden Gegenstand in Richtung des Kleinbusses.
(Quelle: Pressemeldung der Polizei)

Bei einem von Hans-Ulrich Pieper organisierten Dienstagsgespräch am14.10.2008 im Ratskeller des Rathauses Schmargendorf sollte der Neuköllner Bezirksbürgermeisters Heinz Buschkowsky (SPD) als Redner auftreten und zum Thema „Meine Erfahrungen im Ausland – zur kommunalen Ausländerpolitik in Berlin“ referieren, die Veranstaltung wurde jedoch abgesagt.
(Quelle: jawuc)

Beim DFB-Pokalspiel zwischen FC Energie Cottbus und Tennis Borussia Berlin am 09.08.2008 im Charlottenburger Mommsenstadion kam es zu Ausschreitungen, bei denen 15 Polizisten verletzt wurden. Die Anhänger des FC Energie Cottbus warfen Becher und Büchsen und provozierten die gegnerischen Fans mit antisemitischen Gesängen. Augenzeugen zufolge grölten sie “Berlin, Berlin, Juden Berlin”.
(Quelle: Tagesspiegel vom 11.08)

Bei einem von Hans-Ulrich Pieper organisierten Dienstagsgespräch am 2.09.2008 im Ratskeller des Rathauses Schmargendorf tritt Ernst Nolte als Redner auf und referiert zum Thema „Zwischen Selbstverwerfung und Selbstbehauptung – Die Deutschen nach 1945″.
(Quelle: jawuc)

Bei einem von Hans-Ulrich Pieper organisierten Dienstagsgespräch am 5. 08.2008 im Ratskeller des Rathauses Schmargendorf tritt Prof. Dr. Bernd Rabehl als Redner auf und referiert zum Thema „linke Gewalt“.
(Quelle: jawuc)

Mitte Juni 2008 klebten rund um den Amtsgerichtsplatz in Charlottenburg ca. 100 neonazistische Aufkleber. Unter anderem in der Kuno-Fischer Straße und in der Suarezstraße. Bei einem von Hans-Ulrich Pieper organisierten Dienstagsgespräch am08.07.2008 im Ratskeller des Rathauses Schmargendorf tritt Prof. Dr. Karl A. Schachtschneider als Redner auf und referiert zum Thema „Das Ende von Demokratie, Rechts- und Sozialstaat in Deutschland – Kritik des Vertrages von Lissabon.“.
(Quelle: jawuc)

Bei einem von Hans-Ulrich Pieper organisierten Dienstagsgespräch am17.06.2008 im Ratskeller des Rathauses Schmargendorf tritt Generalleutnant a.D. Franz Uhle-Wettler als Redner auf und referiert zum Thema „Political Correctness“.
(Quelle: jawuc)

Unbekannte haben in der Nacht des 10.06.2008 und 11.06.2008 in der Wilhelmsaue, der Wetzlarer Straße sowie der Homburger Straße in Wilmersdorf insgesamt 29 in Gehwege eingelassene Gedenksteine mit weißer Flüssigkeit beschädigt. Die so genannten „Stolpersteine“ erinnern an verfolgte Familien, die während der Nazi-Zeit dort gewohnt haben. In allen Fällen wurde eine Reinigung veranlasst. Auf dem rechten Infoportal tauchte ein Bekennerschreiben einer „Gruppe junger Deutscher“ auf, die sich zu der Tat bekannte.
(Quelle: Pressedienst der Polizei, 12.06.08; Altermedia am 13.06.08)

Eine arabisch sprechende Frau wird am 14.05.2008 gegen 15:30 Uhr in der U-Bahnlinie 7 von einem 49-jährigen Mann rassistisch beleidigt. Nachdem die 32-Jährige am U-Bahnhof Richard-Wagner-Platz aussteigt, folgt ihr der Mann und wirft eine Bierflasche nach ihr, die sie verfehlt. Die Polizei nimmt den Täter auf dem Bahnsteig fest.
(Quelle: Pressemeldung der Polizei)

Auf einer Demonstration der “Palästinensischen Gemeinde Berlin” und des “Verbandes arabischer Vereine” am 8.03.2008 gegen das Vorgehen des israelischen Militärs im Gaza-Streifen zogen etwa 1.500 DemonstrantInnen, darunter viele Hamas-AnhängerInnen, vom Adenauer-Platz den Ku’damm entlang zum Breitscheitplatz. In Redebeiträgen und Transparenten wurden antisemitische Parolen wie “Tod den Juden” oder “Blutsauger Israel” verbreitet. An der Fasanenstraße mussten aufgeputschte Teilnehmer von der Polizei daran gehindert werden, in Richtung des jüdischen Gemeindezentrums zu stürmen.
(Quelle: haGalil Online, 09.03.08)

Am 07.01.2008 und 08.01.2008 wurden an zwei jüdischen Einrichtungen in Westend und Prenzlauer Berg Sachbeschädigungen festgestellt. Am Mittag des 07.01.2008 gegen 12:45 Uhr wurden Beschädigungen an einem Fenster eines zurzeit leerstehenden Gebäudes in der Straße Am Rupenhorn festgestellt. Unbekannte haben – vermutlich mit einer Luftdruckpistole auf das Fenster geschossen. Die äußere Scheibe der Thermoverglasung wies zwei ca. 2 mm große Löcher auf. Unterhalb des Fensters wurde eine kleine Metallkugel mit etwa 5 mm Durchmesser aufgefunden. Am Morgen des 08.01 gegen 7 Uhr entdeckte ein Mitarbeiter des Lapidariums in der Schönhauser Allee, dass Unbekannte einen Kleinpflasterstein durch ein Fenster geworfen hatten.
(Quelle: Pressedienst der Polizei, 09.01.08)

2007

Unbekannte haben am 17.12.2007 zwei Gedenktafeln an einer BVG-Bushaltestelle in der Franzensbader Straße in Wilmersdorf mit vier Hakenkreuzen be­schmiert. Außerdem war ein Portrait des Rabbiners Dr. Emil Bernhard Cohn übermalt. (Quelle: Pressedienst der Polizei vom 18.12.07)

Bei einem von Hans-Ulrich Pieper organisierten Dienstagsgespräch am 06.11.2007 im Ratskeller des Rathauses Schmargendorf tritt General a. d. Gerd Schultze – Rhonhof als Redner auf und referiert zum Thema „Der Krieg, der viele Väter hatte – deutsche Kriegsschuld damals und heute“ Was ist wahr? Was ist der aktuelle Stand der Kriegsursachenforschung? Welche politischen Konsequenzen ergeben sich?”. (Quelle: jawuc)

Am Morgen des 18.10.2007 entdeckte ein Mitarbeiter des Grünflächenamts wenige Meter vom Zugang zum Gelände der jüdischen Kindertagesstätte Gan Israel in Berlin-Charlottenburg entfernt eine abgestellte Sporttasche. Die Polizei öffnete sie mit Hilfe eines Spezialroboters. In der Tasche befanden sich Laub und Silberfolie. Die Polizei vermutet eine gezielte Provokation. Der Berliner Morgenpost sagte ein Ermittler: »Wir gehen davon aus, dass hier ganz bewusst Unruhe nahe einer jüdischen Einrichtung verbreitet werden sollte. Glücklicherweise handelte es sich wirklich nur um eine Attrappe.« Im Februar dieses Jahres hatten Unbekannte eine Rauchbombe in das Gebäude der Kita geworfen, Hakenkreuze und SS-Runen geschmiert. (Quelle: Jungle World vom 01.11.07)

Am Morgen des 18.10.2007 entdeckte ein Mitarbeiter des Grünflächenamts wenige Meter vom Zugang zum Gelände der jüdischen Kindertagesstätte Gan Israel in Berlin-Charlottenburg entfernt eine abgestellte Sporttasche. Die Polizei öffnete sie mit Hilfe eines Spezialroboters. In der Tasche befanden sich Laub und Silberfolie. Die Polizei vermutet eine gezielte Provokation. Der Berliner Morgenpost sagte ein Ermittler: »Wir gehen davon aus, dass hier ganz bewusst Unruhe nahe einer jüdischen Einrichtung verbreitet werden sollte. Glücklicherweise handelte es sich wirklich nur um eine Attrappe.« Im Februar dieses Jahres hatten Unbekannte eine Rauchbombe in das Gebäude der Kita geworfen, Hakenkreuze und SS-Runen geschmiert. (Quelle: Jungle World vom 01.11.07)

Am 6.10.2007 zogen im Zuge des so genannten „Al-Quds-Tages“ rund 300 IslamistInnen durch Charlottenburg. (Quelle:Verfassungsschutzbericht 2007. Seite 185)

Am 12.09.2007 begleitete Jan Sturm (NPD Neukölln) Stefan Lux (NPD-Stratege) zur Sommerakademie gegen Antisemitismus der TU Berlin und versucht diese zu stören. Er wird daraufhin der Räumlichkeiten verwiesen. (Quelle: Chronik der Antifa Neukölln)

Am 13.07.2007 wurde ein 22-jähriger Linker gegen 14 Uhr 15 auf dem U-Bahnhof Siemensdamm in Charlottenburg von einem extrem Rechten geschlagen und getreten. Die von Zeugen alarmierte Polizei kann den 29-jährigen Spandauer wenig später festnehmen (Quelle: Pressemeldung der Polizei vom 14.07.2007)

Ein 30-Jähriger hat in der Nacht zum 07.07.2007 Schläge von Rechtsradikalen einstecken müssen, als er sie auf den von der Gruppe gezeigten „Hitlergruß“ ansprach. Am U-Bahnhof Spichernstraße in Berlin-Wilmersdorf war der Mann mit den vier offensichtlichen Neonazis ins Gehege gekommen. In der darauffolgenden Schlägerei wurde der couragierte Steglitzer leicht verletzt.

Am 20.06.2007 wird gegen 20 Uhr ein 45-jähriger Bengale von ei­nem 58-jährigem Mann ohne ersicht­lichen Grund vor einem Lokal in der Westfälischen Straße in Wilmersdorf niedergeschlagen und rassistisch beleidigt. Die Polizei kann den Täter anhand von Zeugenaussagen festnehmen. (Quelle: Pressemeldung der Polizei, 23.06.2007)

Bei einem von Hans-Ulrich Pieper organisierten Dienstagsgespräch am08.05.2007 im Ratskeller des Rathauses Schmargendorf tritt Prof. Dr. Klaus Hornung als Redner auf und referiert zum Thema „Vom Besiegten zum Befreiten – zur Umdeutung der Deutschen Geschichte nach 1945″. (Quelle: jawuc)

Am 03.05.2007 äußerte sich ein 22-Jähriger bei einer Veranstaltung am Breitscheidplatz antisemitisch. Der Mann wurde vorläufig festgenommen. Er gehört offensichtlich der rechtsextremen Szene an und war entsprechend ge­kleidet. Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet. (Quelle: Berliner Morgenpost vom 05.05.07)

Während der Ermittlungen zu dem Zwi­schenfall in der Kindertagesstätte der Jüdischen Gemeinde entdeckten Polizei­beamte Nazisymbole an den Wänden einer Galerie im Ruhwaldpark. »Dort wa­ren Hakenkreuze, SS-Runen und antisemitische Sprüche angeschmiert worden«, berichtet ein Beamter. (Quelle: Berliner Morgenpost vom 27.02.07; Bildqulle: Tageschau.de)

Am 25.02.2007 wurden gegen 23 Uhr 45 zwei schwule Männer auf dem U-Bahnhof Sophie-Charlotten-Platz von zwei jungen Männern angepöbelt und angespuckt. Dem Älteren wird mehrfach in den Rücken getreten. Der 39-Jährige und der 46-Jährige flüchten in einen nahegelegenen Imbiss und alarmieren die Polizei. Diese nimmt die Täter in der Nähe fest. (Quelle: Maneo)

Unbekannte Täter warfen am 25.02.2007 eine Rauchbom­be in das Gebäude des jüdischen Kindergartens in Charlottenburg und be­schmierten die Fassade, Spielgeräte sowie die Umzäunung mit Hakenkreuzen und antisemitischen Parolen. Nur der Umstand, dass die Rauchbombe aus bis­her noch ungeklärten Gründen nicht zündete, verhinderte schwere Schäden. (Quelle: Tagesschau)

2006

Am 31.10.2006 wurde ein 22-jähriger Ghanaer in Berlin bei einem fremdenfeindlichen Angriff von einem aufgehetzten Hund gebissen. Der 37-jährige Hundebesitzer habe das Opfer auf dem U-Bahnhof Zoologischer Garten zunächst mehrfach beleidigt und dabei seinen Hund von der Leine gelassen, teilte die Polizei gestern mit. Der Bedrohte habe daraufhin fluchtartig den Bahnhof verlassen. Der Täter habe aber nicht von ihm abgelassen und ihn mit einer Glasflasche beworfen. Der Afrikaner rutschte den Angaben zufolge auf den Scherben aus und wurde auf dem Boden liegend von dem Hund in den Fuß gebissen. Der Täter sei noch am Tatort von zwei Polizeibeamten festgenommen worden, hieß es. Er soll am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt werden. Der Verletzte musste medizinisch behandelt werden. (Quelle: Evangelischer Pressedienst (epd))

Am 21.10.2006 zogen im Zuge des so genannten „Al-Quds-Tages“ mehrere Tausend IslamistInnen durch Charlottenburg. Unter den TeilnehmerInnen war auch der vorbestrafte Holocaustleugner Gerd Walther. (Quelle mit Fotos: http://www.hagalil.com/archiv/2006/07/berlin.htm)

Bei einem von Hans-Ulrich Pieper organisierten Dienstagsgespräch am 10.10.2006 im Ratskeller des Rathauses Schmargendorf treten die neonazistischen Musiker „Annet und Michael“ auf und singen „soziale und patriotische“ Lieder. (Quelle: jawuc)

Bei einem von Hans-Ulrich Pieper organisierten Dienstagsgespräch am04.07.2006 im Ratskeller des Rathauses Schmargendorf tritt Holger Apfel (NPD) als Redner auf und referiert zum Thema „Die nationale Opposition im Landtag – Was wir erreichen wollen!“. (Quelle: jawuc)

Ein Schwarzer Mensch wurde um am 24.06.2006 gegen 21:30 in der Nähe der Gedächtniskirche von Polizisten zu Boden geschlagen und mit Handschellen gefesselt, weil er bei Rot über den Kudamm gelaufen ist. Nach Darstellung der Polizei habe der Afrikaner “um sich geschlagen”, bevor die Beamten eingriffen. (Quelle: taz, 26.06.06)

An einer Bushaltestelle in der Franzensbader Straße in Wilmersdorf sind am 22. 06.2006 gegen 14 Uhr antisemitische Schmierereien entdeckt worden. Unbekannte Täter hatten auf eine Schautafel und den Fahrplan der Haltestelle Schriftzüge mit rotem Filzstift geschmiert. An der Bushaltestelle wird auf eine Synagoge hingewiesen, die sich ehemals dort befand. (Quelle: Pressemitteilung der Berliner Polizei vom 22.06.2006)

Eine Frau malaysischer Herkunft wird kurz nach 0 Uhr am 25.05.2006 an einer Bushaltestelle am Savignyplatz von einer Gruppe männlicher Jugendlicher rassistisch beleidigt. Einer aus der Gruppe läuft der Frau hinterher und gibt unverständliche, laute, grölende Töne von sich. Als der Ehemann indischer Herkunft den Täter fragt, ob er ein Problem habe, wird er unvermittelt und heftig mit beiden Händen an die Brust geschlagen, so dass er mit dem Hinterkopf auf den Boden fällt und sich zudem Schürfwunden an Ellbogen und Händen zuzieht. Zufällig hält an der roten Ampel ein Polizeiwagen. Als die Polizisten aussteigen, um den Vorfall aufzunehmen, flüchtet der Täter. (Quelle: Pressemeldung der Polizei)

Bei einem von Hans-Ulrich Pieper organisierten Dienstagsgespräch am09.05.2006 im Ratskeller des Rathauses Schmargendorf tritt Harald Neubauer als Redner auf und referiert zum Thema „Kampf der Kulturen – die Antwort deutscher Patrioten.“. (Quelle: jawuc)

Am 03.05.2006 wird ein 24-jähriger Mann aus den Vereinigten Arabischen Emiraten wird gegen 5 Uhr von zwei Frauen rassistisch beleidigt, bespuckt und getreten. Die Frauen werden von einem BVG-Mitarbeiter festgehalten und der Polizei übergeben. (Quelle: Pressemeldung der Polizei, 3.05.2006)

Am 18.03.2006 demonstrierten ca. 90 Neonazis in Charlottenburg. Die NPD hatte den Aufmarsch unter dem Motto „Keine Pariser Zustände in Berlin. Berlin ist eine deutsche Stadt“ ursprünglich für 150 Menschen angemeldet. (Quelle: Taz)

 

Der Polizeipräsident in Berlin hat zwei Demonstrationen türkischer Nationalisten im Zusammenhang mit dem Pogrom bzw. Massaker an der armenischen Bevölkerung in der Türkei im Jahr 1915 und dem Gedenken an Talat Pasa verboten. Talat Pasa gilt als einer der Hauptverantwortlichen an den Ereignissen und wurde 1921 am Steinplatz in Charlottenburg erschossen. Die Kundgebung am 15. März 2006 in der Hardenbergstraße bzw. der Aufzug am 18. März 2006 von der Urania zum Ernst-Reuter-Platz wurden verboten, da zu befürchten ist, dass es zu Straftaten, insbesondere der Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener nach § 189 Strafgesetzbuch, kommen wird. Die Ereignisse von 1915 werden von den Anmeldern geleugnet bzw. gerechtfertigt und Talat Pasa wird deswegen verherrlicht. Der Deutsche Bundestag hatte letztes Jahr in der Begründung einer Drucksache („Erinnerung und Gedenken an die Vertreibungen und Massaker an den Armeniern 1915 – Deutschland muss zur Versöhnung zwischen Türken und Armeniern beitragen“) festgestellt, dass am 24. April 1915 der Befehl erging, dass die armenische politische und kulturelle Elite Istanbuls verhaftet, ins Landesinnere verschleppt und zum großen Teil ermordet werden soll. Über 1.000.000 Armenier fielen nach unabhängigen Berechnungen den Deportationen und Massenmorden zum Opfer. (Quelle: Pressemeldung der Polizei)

Ende Januar 2006 zeichnet ein Iwan G. alias Wanja Götz aus Friedrichshainsich verantwortlich für mehrere antisemitische Flugblattsteckaktionen in Charlottenburg. Die Aktionen gingen vom Reichsbürger-Milieu aus. Diese glauben das Deutsche Reich existiere noch und haben provisorisch in den 80ern eine Komissarische Reichsregierung gegründet. (Quelle: Chronik der Antifa Fhain)

2005

Am 29.10.2005 demonstrierten etwa 500 Menschen aus Anlass des 1979 vom iranischen Revolutionsführer Chomeini begründeten jährlichen „Al-Quds-Tages“, dem „Kampftag aller Muslime gegen Israel“, in Berlin vom Alexanderplatz zum Savignyplatz in Charlottenburg. Am Donnerstag zuvor hatte der neue iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad dazu aufgerufen, Israel „von der Landkarte zu tilgen“. (Quelle: Taz vom 29. und 31.10.2005)

Am 13. 06.2005 am S-Bhf Jungfernheide in Charlottenburg wurde ein 38 Jahre alter Mann wird gegen 10 Uhr von einem jungen Mann mehrfach schwulenfeindlich beleidigt. Als er sich verärgert an den jungen Mann wendet und ihn fragt, ob er ihm bei seinem Problem irgendwie helfen könne, nimmt der Täter Anlauf und stößt den Geschädigten ins Gleisbett. Noch während er auf den Schienen steht ruft er die Polizei an und bittet zwei Jugendliche, die sich auf dem Bahnsteig aufhalten, den Täter nicht aus den Augen zu lassen. Mit der Unterstützung der Zeugen und der Zugabfertigerin kann der Täter festgenommen werden. (Quelle: Maneo vom 22.6.2005)

Am Abend des 13.08.2005 demonstrierten rund 50-60 Neonazis spontan auf dem Kurfürstendamm. Sie zogen vom Breitscheidplatz zum Nollendorfplatz in Schöneberg. (Quelle: Berliner Neonazis) Bei einem von Hans-Ulrich Pieper organisierten Dienstagsgespräch am17.06.2005 im Ratskeller des Rathauses Schmargendorf tritt Franz Schönhuber als Redner auf und referiert zum Thema „Die politische Klasse und ihre Medien – ein System am Ende ?“. (Quelle: jawuc)

Jugendliche der Charlottenburger Pommern-Hauptschule, die das Label „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ trägt, haben am im Juni 2005 Schüler der Jüdischen Oberschule in der S-Bahn mit antisemitischen Äußerungen beschimpft. Die Lehrerin der Pommern-Schule schritt nicht ein. Der über zwei Monate zurück liegende Vorfall wurde erst jetzt bekannt, nach einer Beschwerde der Jüdischen Gemeinde bei Schulsenator Klaus Böger. (Berliner Zeitung vom 02.07.2005)

Am 28.03.2005 wird in der U7 in Charlottenburg ein 37 Jahre alter Mann wird als „schwule Sau“ beschimpft und sofort mit der Faust ins Gesicht geschlagen und mit großer Wucht in die Rippen getreten. In der Nähe sitzende Fahrgäste stehen auf und entfernen sich. Erst als der Geschädigte laut um Hilfe ruft, greift ein Mann ein. Als die U-Bahn im Bahnhof Wilmersdorfer Straße hält, rennt der Geschädigte nach Hause. Später wendet er sich an maneo. (Quelle: Maneo vom 8.4.2005)

Innensenator Körting ließ am 9.03.2005 die Kameradschaft „Tor“ samt ihrer „Mädelgruppe“ sowie die „BASO“ verbieten und in im Zusammenhang damit gab es bei zehn Mitgliedern Hausdurchsuchungen, unter anderem auch in dem Bezirk Wilmersdorf. (Quelle: Chronik der Antifa Fhain)

2004

Am 29.10.2004 fand der alljährliche Aufmarsch zum so genannten “Al-Quds-Tag” in Charlottenburg statt. Rund 300 IslamistInnen nahmen teil. (Quelle: http://de.indymedia.org/2005/10/130937.shtml)

Bei einem von Hans-Ulrich Pieper organisierten Dienstagsgespräch am 31.08.2004 im Ratskeller des Rathauses Schmargendorf referierteVortrag von Vortrag von Ernst Nolte zum Thema “Der Fall Hohmann im Kontext”. (Quelle: jawuc)

Bei einem von Hans-Ulrich Pieper organisierten Dienstagsgespräch am 03.08.2004 im Ratskeller des Rathauses Charlottenburg (Otto-Suhr-Allee 102) referierte Brigadegeneral a.D. Reinhard Günzel zum Thema „Herr Minister, meine Antwort. Das Ethos eines Offiziers am Beispiel der Affäre Hohmann/Günzel“. (Quelle: jawuc)

Bei einem von Hans-Ulrich Pieper organisierten Dienstagsgespräch am20.07.2004 im Ratskeller des Rathauses Schmargendorf referierte Ursula Haubner zum Thema „Der sozialpolitische Weg der FPÖ am Beispiel Österreich“. (Quelle: jawuc)

Bei einem von Hans-Ulrich Pieper organisierten Dienstagsgespräch am 26.05.2004 im Ratskeller des Rathauses Schmargendorf referierte Martin Hohmann zum Thema „Denk ich an Deutschland – hat der Patriotismus eine Zukunft?“. (Quelle: jawuc)

2003

Jährlich demonstrieren in Berlin am letzten Samstag des Ramadan, dem so genannten “Al-Quds-Tag” (Jerusalem-Tag), rund Tausend Islamisten aus ganz Deutschland sowie Anhänger der militanten Hisbollah und fordern die »Zerschlagung und Vernichtung des zionistischen Staates«. Erstmals haben Privatleute, darunter Politiker, Künstler und Professoren, gegen die Demonstration protestiert. Die Berliner Polizei allerdings sieht keine Handhabe, die Demonstration zu verbieten, schließlich seien »keine schweren Straftaten« zu erwarten. So protestieren 1000 Muslime aus verschiedenen Teilen Deutschlands am 22.11.2003 für die »Befreiung Palästinas und Jerusalems«. Die gegen die israelische »Besatzungspolitik« gerichtete Demonstration verläuft trotz der strengen Auflagen nicht ohne Zwischenfälle Zu Beginn des Aufmarsches wird ein Demonstrant festgenommen, weil er ein Schild bei sich trägt mit der Aufschrift »Juden sind Mörder«. Weitere 30 bis 40 Schilder werden beschlagnahmt. Demonstranten geben in Befragungen antisemitische Parolen von sich wie »Tod allen Juden« und sprechen vom zionistischen Komplott gegen die islamische Welt. (Frankfurter Rundschau; taz, 24.11.03)

Zu einer Kundgebung treffen sich am 13.09.2003 vor der Gedächtniskirche rund 15 Personen mit Irak- und Palästinafahnen sowie einem großen Transparent mit der Aufschrift »Zionismus ist Faschismus«. Mit der Kundgebung soll gegen Israel sowie gegen die amerikanische Besatzung im Irak demonstriert werden. (de.indymedia.org, 13.09.03)

Bei einem von Hans-Ulrich Pieper organisierten Dienstagsgespräch am09.07.2003 im Ratskeller des Rathauses Schmargendorf tritt Egon Bahr als Redner auf. (Quelle: jawuc)

Am 1.05.2003 hat die NPD mit rund 2000 Menschen im Berliner Stadtteil Charlottenburg demonstriert. Die GegendemonstrantInnen waren meistens weit von der Strecke abgeschirmt, dennoch gab es vereinzelte Protestaktionen. (Quelle mit Fotos: http://de.indymedia.org/2003/05/50358.shtml)

Vier junge, türkisch aussehende Männer schlagen am 23.03.2003 auf der Straße den 21-jährigen Rabbi-Studenten Mendel D. aus Detroit, der ihnen nach einem Hochzeitsbesuch in der Jüdischen Gemeinde an der Fasanenstraße begegnet. Danach gehen die vier Männer unbehelligt weiter, kein Passant versucht, die Angreifer aufzuhalten, auch in einer Bar gleich am Tatort will niemand etwas gesehen haben. Es ist bereits die zweite Strafanzeige, die der junge Amerikaner in Berlin erstattet. Dennoch will er sich nicht entmutigen lassen und weitere vier Monate in der Stadt bleiben, sich nicht verstecken und öffentlich seine Kippa tragen. Mendel D. arbeitet in der jüdischen Organisation »Chabad Lubawitsch« an der Augsburger Straße in Charlottenburg. (Berliner Morgenpost, 25.3.03)

Bei einem von Hans-Ulrich Pieper organisierten Dienstagsgespräch am 18.03.2003 im Ratskeller des Rathauses Schmargendorf tritt Jörg Haider als Redner auf. (Quelle: jawuc)

2002

Bei einem von Hans-Ulrich Pieper organisierten Dienstagsgespräch am 14.11.2002 im Ratskeller des Rathauses Schmargendorf tritt Jamal Karsli als Redner auf und referiert zum Thema „Meinungsfreiheit und organisierte Liberalität – Frieden aus arabischer Sicht und Ereignisse um den Fall Karsli“. (Quelle: jawuc)

Die panislamistische Gruppe “Hizb ut-Tahrir” lädt am 27.10.2002 in die Mensa der Technischen Universität zu dem Vortrag „Der Irak – ein neuer Krieg und die Folgen“ ein. Unter den fast 400 Zuhörerinnen und Zuhörern sind neben überwiegend arabisch- und türkischstämmigen Gästen auch NDP-Anwalt Horst Mahler und NPD-Chef Udo Voigt. In der dreistündigen Veranstaltung wird zum Kampf für das islamische Kalifat aufgerufen gegendie USA und Israel. Die so genannten Marionettenregierungen in der islamischen Welt werden zum Hauptfeind erklärt. (ZDK, 27.10.02)

Seit einem Jahrzehnt verhindern nun schon Anwohner und konservative Politiker in Berlin-Wilmersdorf, dass der Seebergsteig umbenannt wird. Der Theologe Reinhold Seeberg stellte sich 1933 hinter das Naziregime. Seeberg war erklärter Antisemit. »Juden und deren arische Helfershelfer« waren für ihn »Feind jeder wirklichen Kultur«. Ein Großteil der Eigenheimbesitzer lief dagegen Sturm und wurde dabei von der Wilmersdorfer CDU unterstützt. (Quelle: Junge Welt v. 11.06.2002) [Im September 2003 konnte der Seebergsteig dann endlich in Toni - Lessler - Straße umbenannt werden. Quelle: Jugendgeschichtswerkstatt]

Am Ostersonntag, den 31.03.2002, werden abends am Kurfürstendamm zwei junge amerikanische Juden Opfer eines antisemitischen Angriffs. Es wird vermutet, dass die sieben oder acht jungen Täter arabischer Herkunft sind. Als die als orthodoxe Juden erkennbaren jungen Männer die Synagoge in der Joachimstaler Straße verließen, wurden sie von mehreren Jugendlichen angepöbelt und schließlich geschlagen, getreten und zu Boden gestoßen. Passanten greifen nicht ein. Die Täter lassen schließlich von ihrem Opfer ab und flüchten. (Berliner Zeitung, 3.4.02)

Am Abend des 16.03.2002 wird eine selbstgebastelte Rohrbombe auf den jüdischen Friedhof am Scholzplatz in Charlottenburg geworfen. Die sieben Fenster der Trauerhalle werden bei der Explosion zerstört. Es ist der zweite Anschlag auf den Friedhof, auf dem bereits im Dezember 1997 das Grab von Heinz Galinski durch einen Sprengstoffanschlag zerstört wurde. (Tagesspiegel, 18.3.02)

Bei einem von Hans-Ulrich Pieper organisierten Dienstagsgespräch am 25.02.2002 im Ratskeller des Rathauses Schmargendorf tritt Jürgen W. Möllemann als Redner auf. (Quelle: jawuc)

1998

In der Nacht vom 27. auf den 18. September 1998 wurde ein Rohrbombenanschlag auf das Grabmal von Heinz Galinski verübt. Galinski war Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und auch Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland gewesen. (Quelle: Berliner Zeitung v. 29.09.1998, Tagesspiegel v. 11.12.2011)

1992

Der 58-jährige Obdachlose Günter Schwannecke wird am 29. August 1992 nachts auf einer Parkbank in Berlin-Charlottenburg von einem Ku-Klux-Klan-Anhänger zusammengeschlagen. Der 22-jährige Skinhead hatte mit einem Freund zuvor Ausländer bedroht und dann nach einem kurzen Wortwechsel mit seinem Baseballschläger auf den betrunkenen Schwannecke und einen weiteren Obdachlosen eingeschlagen. Der Täter wollte laut Berliner Landgericht “seine Aggressionen abreagieren”. Günter Schwannecke stirbt am 5. September 1992 *an einem Schädelbruch. Am 23. Februar 1993 verurteilt das Landgericht Berlin Norman Z. wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu sechs Jahren Haft.
Dieser Fall wird von der Bundesregierung 1993 genannt, 1999 nicht. (aus: “Rechte Gewalt” in Tagesspiegel vom 13.9.2000)